24h Nürburgring 2019

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Der Mythos Nordschleife und des 24h Rennens durch die „grüne Hölle“ leben auch heute noch in vollen Zügen. Es fühlt sich einfach anders an zu diesem „Megaevent“ des Rennsportes anzureisen, als nur zur VLN an der Nürburg vorbei den Kreisel Richtung Fahrerlager zu passieren. Es weht ein gewisser Wind der Vergangenheit mit, wenn man durch den Tunnel beim alten Fahrerlager Richtung Boxengasse geht und jedes Mal fällt mein Blick auf die Jahreszahlen der Ereignisse an der Wand. Gerade in diesem Jahr kurz nach Niki Laudas Tod hat er eine unglaubliche Präsenz in meinen Gedanken. Genau diese Mischung aus Respekt vor der Vergangenheit und Vorfreude auf den ultimativen Adrenalinkick in den einzelnen spektakulären Streckenabschnitten machen wohl den Reiz dieser Veranstaltung aus. Es ist anders als auf den anderen Strecken, man kennt jeden Abschnitt mit Namen und hat zu jedem seine eigene Beziehung, seine eigenen Schwierigkeiten beim Finden der perfekten Linie und sein eigenes Hochgefühl in den eigenen Lieblingsabschnitten.

An den Start geht Gustav dieses mal mit dem wunderschönen BMW M3 E46 CLS #81 von Hoforracing zusammen mit Martin Kroll, Roland Eggimann und Christian Titze. Im Schwesterauto der #82, M3 E46 GTR sitzen Michael Kroll, Alex Prinz, Martin Kroll und Christiaan Frankenhout und betreut werden beide Autos wie immer am Ring von Küpperracing.

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Der Zeitplan am Ring ist, durch die vielen Begleitrennen eher entspannt, es stehen für uns am Do nur ein freies Training und das 1. Qualifying an . Da unsere Autos beide schon durch 3 VLN Läufe auf die Nordschleife abgestimmt waren, beschließen wir im Training nur je 2 Runden für einen abschließenden Funktionstest zu drehen und im Quali unsere Pflichtrunden zu ansolvieren. Leider haben wir dieses Jahr eine etwas „unglückliche “ SP6, in der alle anderen Autos etwas stärker sind als unsere und es somit extrem schwer war diese Dominanz zu durchbrechen. So stehen wir nach dem Quali auf P4 in der Klasse und lassen am Freitag zur Schonung der Autos das zweite Quali aus. Statt dessen widmen wir uns mit Spaß und Hingabe dem Fotoshooting zum offiziellen Buch über das 24h Rennen 2019. Da es in diesem Team nur äußerst attraktive Männer gibt, ist das Shooting schnell im Kasten und gäbe es ein Germanys next Topmodel für Männer, hätte Heidi sicher für jeden „ein Foto gehabt“.

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Am Renntag selbst wird ausgeschlafen, gemütlich gefrühstückt und jeder beginnt in seinen Tunnel einzutauchen, bevor es dann um 13.30 raus in den Trubel der Startaufstellung geht. Es ist immer wieder beeindruckend wie viele Fans sich auf der Start-/Zielgeraden versammeln und noch ein letztes Foto machen möchten. Martin fährt den Start auf der #81 und Michael auf der #82. Nach der 20 min Einführungsrunde geht es dann endlich auf die alles entscheidenden nächsten 24h. Beide Autos kommen beim Start gut durch und Michael kann Plätze gut machen, während Martin das Auto einfach sicher durch den Verkehr bringt. Leider währt Michaels Fahrt nicht sehr lange und bereits in Runde 2 fällt die #82 mit einem Motorplatzer aus. Leider können die Küpperjungs das Auto nicht wieder ins Rennen zurück bringen, da der Ersatzmotor zur #81 gehört und nicht mit dem Steuergerät der #82 funkioniert. Ab jetzt liegt der gesamte Fokus auf der #81, die problemlos im Wechsel mit Roli, Gustav und Christian ihre Runden zieht. Gegen 22.00 beginnen wir mit Doppelstints, um den Fahrern größere Schlafpausen zu ermöglichen. Aber leider bekommen wir es mit einigen Unwägbarkeiten zu tun und müssen somit teilweise doch früher Fahrerwechsel machen, als wir taktisch geplant hatten. Roli bekommt am Ende seines Stints leichte Probleme, Gustav muss früher aus dem Auto, da eine defekte Radnarbe getauscht werden muss und Christian musste aufgrund eines defekten Fernlicht früher rein. Daher gestaltete sich die Nacht härter und anstrengender als gedacht.

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Als die Sonne über der Nordschleife aufgeht, liegt die #81 mit Gustav am Steuer auf P3, aber die höher motorisierte Konkurrenz von hinten drängt nach vorne und holt Sekunde um Sekunde auf und Gustav kämpft was das Zeug hält. Leider wird er gegen 6.00 Opfer einer Kollision mit einem schnelleren Ferrari, der ihn links tuschiert und damit in die Leitplanke schickt. Glücklicherweise kommt nur das Auto mit einer krummen Vorderachse, zwei ausgerissenen Vorderrädern , einer defekten Radaufhängung hinten , 3 kaputten Felgen und einer zerbeulten Tür zu Schaden, Gustav ist ok. Nach kurzer Begutachtung unserer Mechaniker beschließt man die bereits abgestellte #82 als Teilelieferant für die Reparatur der #81 zu benutzen.

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Nach einer Hammer Teamleistung kann Martin nur ca 1 Stunde später wieder auf P3 in der SP6 zurück auf die Strecke fahren. Natürlich ist nach vorne jetzt nicht mehr viel möglich . Die letzten Stunden verlaufen ab nun glücklicherweise sehr ruhig und die Jungs und Mädels von Küpperracing haben das Auto so klasse wieder hin bekommen, dass annähernd dieselben Rundenzeiten wie vor dem Unfall möglich sind. Um 15.30 am Sonntag den 23.06.2019 können wir dann unseren etwas ramponierten BMW beim Zieleinlauf, nachdem der siegreiche Audi von Phoenix Racing die Ziellinie überquert hat, endlich auf P3 in der Klasse und P 82 gesamt im Ziel bejubeln.

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Wir verabschieden uns jetzt in die wohlverdiente Sommerpause und unterrichten euch zeitnah über die nächsten anstehenden Projekte.

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